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Theresia Apotheke
Medikationsanalyse aller Arzneimittel in der Theresia Apotheke Geltow

Arzneimittel & Medikation

Medikationsanalyse: alle Arzneimittel einmal gemeinsam prüfen

Eine Medikationsanalyse ist die strukturierte Prüfung aller Arzneimittel, die ein Mensch tatsächlich einnimmt: verordnete Präparate, selbst gekaufte Mittel und Nahrungsergänzung. Geprüft wird auf Wechselwirkungen, Doppelverordnungen, unpassende Dosierungen und Anwendungsfehler. Sie führt zu einer schriftlichen Übersicht und einer Liste konkreter Punkte, die mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt geklärt werden.

Auf einen Blick

Was passiert
Erfassung aller Präparate, systematische Prüfung in der Apotheke, persönliches Auswertungsgespräch
Aufwand für Sie
Ein Termin von 20 bis 40 Minuten, danach ein zweiter kurzer Termin für die Ergebnisse
Mitzubringen
Alle Packungen inklusive Nahrungsergänzung und frei verkäuflicher Mittel, vorhandener Medikationsplan, aktuelle Laborwerte falls vorhanden
Ergebnis
Schriftliche Medikationsübersicht, Liste der gefundenen Punkte, Rückmeldung für die Arztpraxis
Dauer bis zum Ergebnis
Wenige Werktage zwischen Erfassung und Auswertungsgespräch
Abrechnung
Als pharmazeutische Dienstleistung bei der gesetzlichen Krankenkasse einreichbar (bei mindestens fünf verordneten Dauermedikamenten)
Methode
ATHINA, strukturiertes Verfahren zur Medikationsanalyse
Beratung durch
Tabea Schmidt, Apothekerin

Was in einer Medikationsanalyse geprüft wird

Wer drei, fünf oder acht Präparate einnimmt, bekommt sie selten alle aus einer Hand. Ein Teil kommt von der Hausärztin, ein Teil vom Facharzt, dazu Mittel aus der Selbstmedikation und Nahrungsergänzung. Jede Verordnung ist für sich sinnvoll. Ob sie zusammen noch passen, prüft im Alltag niemand systematisch, dafür ist die Medikationsanalyse gemacht.

Wir arbeiten dabei nach der ATHINA-Methode, einem von Apothekerkammern entwickelten Verfahren, das jeden Schritt in einer festen Reihenfolge abarbeitet. Das ist der Unterschied zu einem Gespräch am Handverkaufstisch: Es wird nicht gesucht, wo es naheliegt, sondern überall.

Geprüft wird:

  • Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln, auch solche, die erst durch ein drittes Präparat entstehen.
  • Doppelverordnungen: derselbe Wirkstoff unter zwei Handelsnamen, oder zwei Wirkstoffe aus derselben Gruppe.
  • Dosierung und Einnahmezeitpunkt, einschließlich Abständen, die eingehalten werden müssen (Beispiel: Schilddrüsenhormone, Bisphosphonate, Eisen).
  • Anwendung in der Praxis: ob Inhalatoren, Augentropfen oder Pens richtig verwendet werden, ob Tabletten geteilt werden dürfen und ob sich die Packung überhaupt öffnen lässt.
  • Nahrungsergänzung und pflanzliche Mittel, die häufig übersehen werden. Johanniskraut, hochdosiertes Calcium, Magnesium oder Grapefruitsaft sind pharmakologisch relevant.
  • Arzneimittel, die für ältere Menschen als weniger geeignet gelten: in Deutschland orientieren wir uns dabei an der PRISCUS-Liste.
  • Beobachtungen aus dem Alltag, die Sie schildern: Müdigkeit, Schwindel, Magenbeschwerden, Husten seit Beginn eines Präparats.

Am Ende steht eine Liste. Nicht jeder Punkt darauf ist ein Problem, vieles ist bekannt und bewusst so gewollt. Aber jeder Punkt ist einer, über den Sie mit Ihrer Arztpraxis sprechen können.

Grenzen und Einordnung

Die Medikationsanalyse ändert keine Therapie. Wir setzen kein verordnetes Arzneimittel ab, ersetzen keines und passen keine Dosierung an. Das ist ärztliche Entscheidung, und sie bleibt es. Was die Apotheke beitragen kann, ist der vollständige Überblick und die pharmazeutische Prüfung, beides Dinge, für die im Sprechzimmer selten Zeit ist.

Die Analyse stellt keine Diagnose. Wenn ein Symptom auffällt, das nicht zur Medikation passt, ist das ein Grund für einen Arzttermin, nicht für eine Empfehlung aus der Apotheke.

Sie ist außerdem nur so gut wie die Angaben, auf denen sie beruht. Ein Präparat, das Sie nicht nennen, kann nicht geprüft werden. Deshalb bitten wir darum, wirklich alles mitzubringen, auch das, was Sie für belanglos halten oder nur gelegentlich nehmen.

Und sie ist eine Momentaufnahme. Nach jeder Änderung der Verordnung stimmt die Übersicht nur noch teilweise. Für die laufende Aktualisierung ist der Medikationsplan der richtige Ort.

Wann eine Medikationsanalyse sinnvoll ist, und wann nicht

  • Ab etwa fünf dauerhaft eingenommenen Arzneimitteln. Ab dieser Zahl steigt die Wahrscheinlichkeit von Wechselwirkungen deutlich, und niemand hat den Überblick im Kopf.
  • Nach einem Krankenhausaufenthalt. Die Entlassmedikation weicht häufig von der bisherigen ab, ohne dass klar ist, was ersetzt und was ergänzt wurde.
  • Bei neuen, unklaren Beschwerden wie Schwindel, Stürzen, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit, wenn zeitlich eine Verordnungsänderung davorliegt.
  • Wenn mehrere Ärzte beteiligt sind und keiner die vollständige Liste kennt.
  • Wenn Angehörige die Einnahme organisieren und wissen möchten, worauf zu achten ist.
  • Bevor Sie Nahrungsergänzung dauerhaft einnehmen, gerade in höheren Dosierungen.

Und wann eher nicht: bei akuten Beschwerden. Brustschmerz, Atemnot, plötzliche Verwirrtheit, Blut im Stuhl oder Urin, starke Blutungen, das gehört in ärztliche Behandlung oder in die Notaufnahme, sofort und nicht erst nach einem Beratungstermin. Auch wenn Sie nur ein oder zwei Arzneimittel einnehmen und keine Frage offen ist, brauchen Sie keine Analyse; ein kurzes Beratungsgespräch reicht.

So läuft die Medikationsanalyse ab

  1. 1

    Termin vereinbaren

    Telefonisch oder direkt in der Apotheke. Wir planen 20 bis 40 Minuten ein, damit das Gespräch nicht zwischen zwei Kunden stattfinden muss.

  2. 2

    Alles mitbringen

    Packungen, Blister, Tropfen, Salben, Nahrungsergänzung, Tees. Wenn Sie einen Medikationsplan haben, bringen Sie ihn mit, auch wenn er veraltet ist.

  3. 3

    Erfassungsgespräch

    Wir gehen Präparat für Präparat durch: Wer hat es verordnet, wofür, seit wann, wie nehmen Sie es tatsächlich ein. Der letzte Punkt ist der wichtigste, und ehrliche Antworten sind hier mehr wert als korrekte.

  4. 4

    Strukturierte Prüfung

    Diese Arbeit findet ohne Sie statt, mit pharmazeutischen Datenbanken und nach dem ATHINA-Ablauf. Sie dauert mehrere Werktage.

  5. 5

    Auswertungsgespräch

    Wir gehen die Ergebnisse durch: was auffällt, was davon relevant ist, was Sie selbst ändern können und was ärztlich entschieden werden muss.

  6. 6

    Unterlagen für die Arztpraxis

    Sie erhalten die Medikationsübersicht und die Punkteliste schriftlich, in einer Form, die Sie im Sprechzimmer vorlegen können.

Was danach passiert

Der praktische Ertrag zeigt sich meistens in kleinen Dingen: ein Einnahmezeitpunkt verschiebt sich, ein Präparat wird in der Arztpraxis gestrichen, eine Nahrungsergänzung entfällt, weil sie ein Arzneimittel beeinflusst. Manchmal ändert sich nichts, dann wissen Sie, dass Ihre Medikation geprüft ist, und das ist ebenfalls ein Ergebnis.

Damit die Übersicht nicht nach drei Wochen veraltet, empfehlen wir, den Plan bei jeder Änderung aktualisieren zu lassen. Das läuft über den Medikationsplan und geht in wenigen Minuten. Eine Wiederholung der vollständigen Analyse ist etwa jährlich oder nach größeren Umstellungen sinnvoll.

Wenn im Gespräch Fragen zu Nährstoffen auftauchen, etwa weil bestimmte Arzneimittel die Aufnahme beeinflussen, gehen wir dem in der Mikronährstoffanalyse nach, nicht mit einem Standardpräparat.

Tabea Schmidt, Apothekerin

Wer Sie berät

Tabea Schmidt

Apothekerin in der Theresia Apotheke in Geltow. Sie führt die Medikationsanalysen nach der ATHINA-Methode durch und nimmt sich Zeit für die Fragen, die im Sprechzimmer offen bleiben.

Beratungstermin vereinbaren

Häufige Fragen

Was kostet eine Medikationsanalyse?

Sprechen Sie uns dazu gerne direkt an. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Abrechnung als pharmazeutische Dienstleistung über die gesetzliche Krankenversicherung möglich, dafür müssen unter anderem mindestens fünf verordnete, dauerhaft eingenommene Arzneimittel vorliegen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Für Versicherte mit Polymedikation gibt es seit 2022 die erweiterte Medikationsberatung als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die die Apotheke direkt abrechnet. Ob Sie die Voraussetzungen erfüllen, prüfen wir vorab im Telefonat. Liegen sie nicht vor, ist die Analyse eine Selbstzahlerleistung.

Was ist der Unterschied zwischen Medikationsanalyse und pharmazeutischer Beratung?

Die pharmazeutische Beratung ist ein Gespräch zu einer konkreten Frage: zu einem Arzneimittel, einem Symptom, einer Anwendung. Die Medikationsanalyse ist ein festes Prüfverfahren über die gesamte Medikation, mit Vorbereitung, Dokumentation und schriftlichem Ergebnis. Das eine ersetzt das andere nicht.

Was ist der Unterschied zum Medikationsplan?

Der Medikationsplan ist das Dokument: eine aktuelle Liste, was Sie wann einnehmen. Die Medikationsanalyse ist die Prüfung dahinter. Ein Plan kann vollständig und trotzdem pharmazeutisch ungeprüft sein.

Was muss ich mitbringen?

Alle Packungen, auch angebrochene, auch Nahrungsergänzung, Vitaminpräparate, Schmerzmittel aus der Schublade und pflanzliche Mittel. Dazu Ihren Medikationsplan und, wenn vorhanden, aktuelle Laborwerte. Am einfachsten ist eine Tüte, in die alles hineinkommt.

Wie lange dauert das Ganze?

Das Erfassungsgespräch dauert 20 bis 40 Minuten. Die Prüfung nehmen wir ohne Sie vor und brauchen dafür wenige Werktage. Das Auswertungsgespräch liegt bei 20 bis 40 Minuten. Sie kommen also zweimal.

Darf die Apotheke meine Medikamente ändern?

Nein. Wir prüfen, dokumentieren und erklären. Jede Änderung an einer Verordnung trifft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Genau deshalb bekommen Sie die Ergebnisse schriftlich mit, als Grundlage für das Gespräch dort.

Wo kann ich eine Medikationsanalyse machen lassen?

Bei uns in Geltow, Hauffstraße 87 b, etwa fünfzehn Autominuten aus Potsdam, zehn aus Werder, mit kostenfreien Parkplätzen direkt an der Apotheke. Termine nach Vereinbarung unter 03327 66 99 111.

Sie nehmen mehrere Arzneimittel und möchten wissen, ob sie zusammenpassen?

Rufen Sie an und vereinbaren Sie einen Termin. Wenn Sie unsicher sind, ob eine vollständige Analyse für Sie das Richtige ist, klären wir das vorher am Telefon.

Theresia Apotheke, Hauffstraße 87 b, 14548 Schwielowsee OT Geltow
Mo–Fr 9:00–18:00 (Mi bis 16:30), Sa 9:00–13:00

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