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Theresia Apotheke
IHHT Höhentraining, Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Sauerstofftherapie in der Theresia Apotheke Geltow

Sport & Leistungsfähigkeit

IHHT Höhentraining: Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training in der Apotheke

IHHT steht für Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training. Sie atmen dabei über eine Maske im Wechsel sauerstoffreduzierte und sauerstoffreiche Luft, im Sitzen, ohne körperliche Anstrengung. Ziel ist ein wiederholter, kontrollierter Sauerstoffreiz, auf den der Körper mit Anpassungsprozessen in den Zellen reagieren kann. Angewendet wird IHHT in Serien über mehrere Wochen.

Auf einen Blick

Was passiert
Wechsel aus sauerstoffreduzierter und sauerstoffreicher Atemluft über eine Maske, im Sitzen, mit Messung von Sauerstoffsättigung und Puls
Aufwand für Sie
Erstgespräch, danach mehrere Termine von je 20 bis 40 Minuten, zwei bis drei Mal pro Woche
Ergebnis
Dokumentierter Verlauf über die Serie, Sättigungswerte, Puls, Ihr Erleben; kein Laborbefund
Dauer der Serie
Mehrere Wochen, abhängig vom individuellen Verlauf
Vorab nötig
Kurzes Screening auf Kontraindikationen, bei Vorerkrankungen ärztliche Rücksprache
Beratung durch
Theresia Weigel, Apothekerin

Was beim IHHT passiert

Ein Gerät mischt die Atemluft und verändert ihren Sauerstoffanteil. In der Hypoxie-Phase atmen Sie Luft mit reduziertem Sauerstoffgehalt, vergleichbar mit der Luft in mehreren Tausend Metern Höhe, daher der Name Höhentraining. In der Hyperoxie-Phase folgt Luft mit erhöhtem Sauerstoffanteil. Diese Phasen wechseln sich mehrfach innerhalb einer Sitzung ab.

Sie sitzen dabei in einem Sessel, tragen eine Atemmaske und tun sonst nichts. Ein Pulsoximeter am Finger misst laufend Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz. Die Werte steuern den Ablauf: Die Intervalllängen und die Sauerstoffkonzentration werden an Ihre Reaktion angepasst, nicht nach einem festen Schema abgespult. Wer möchte, kann lesen oder die Augen schließen.

Ein Wort zur Abgrenzung: IHHT ist nicht Höhentraining im sportlichen Sinn. Es findet ohne Belastung statt und ersetzt kein Ausdauertraining. Es ist auch keine Sauerstofftherapie, der Sauerstoffanteil wird gesenkt und erhöht, nicht dauerhaft angehoben.

Die physiologische Grundidee

Der Reiz, um den es geht, ist der kurzzeitige Sauerstoffmangel. Zellen registrieren ihn über einen Signalweg, der auf dem Hypoxie-induzierbaren Faktor (HIF) beruht, einem Protein, das bei niedrigem Sauerstoffangebot stabil bleibt und die Aktivität bestimmter Gene verändert. Beschrieben sind unter anderem Anpassungen an der Bildung roter Blutkörperchen, an der Gefäßneubildung und am Umgang der Mitochondrien mit Sauerstoff. Mitochondrien sind die Zellbestandteile, in denen Energie bereitgestellt wird.

Die Überlegung hinter dem Intervallverfahren: Ein einzelner, langer Sauerstoffmangel ist eine Belastung. Kurze, wiederholte und wieder aufgehobene Reize sollen dagegen eine Anpassungsreaktion auslösen, ohne den Körper zu überfordern. Die Hyperoxie-Phase dient dazu, die Erholung zwischen den Reizen zu beschleunigen.

Das ist der Stand der Modellvorstellung, nicht der Nachweis eines Nutzens. Was im Labor an Signalwegen gezeigt wurde, sagt nichts darüber, wie sich ein Mensch nach zwölf Sitzungen fühlt. Diese Unterscheidung halten wir im Gespräch durch.

Kontraindikationen, wann IHHT nicht durchgeführt wird

IHHT setzt einen Kreislauf voraus, der einen Sauerstoffreiz verkraftet. Es gibt Situationen, in denen wir keine Sitzung durchführen. Dazu gehören:

  • Akute Infekte Fieber oder eine noch nicht abgeklungene Erkrankung.
  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen etwa instabile Angina pectoris, ein kürzlich zurückliegender Herzinfarkt oder Schlaganfall, eine fortgeschrittene Herzinsuffizienz, relevante Herzrhythmusstörungen.
  • Unbehandelter oder nicht eingestellter Bluthochdruck.
  • Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Epilepsie und andere Anfallsleiden.
  • Schwere Lungenerkrankungen etwa eine fortgeschrittene COPD, sowie eine bestehende Sauerstoffpflichtigkeit.
  • Ausgeprägte Anämie oder eine bekannte Sichelzellerkrankung.
  • Nicht eingestellte Schilddrüsenüberfunktion.

Vor der ersten Sitzung gehen wir diese Punkte mit Ihnen durch. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, eine chronische Erkrankung haben oder unsicher sind, halten Sie vorher ärztliche Rücksprache, wir bitten in diesen Fällen darum, und zwar bevor der erste Termin steht. Bei Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ist die ärztliche Freigabe für uns Voraussetzung, nicht Formsache. Treten während einer Sitzung Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Beklemmung auf, wird abgebrochen.

Grenzen und Einordnung

IHHT ist keine Therapie. Es behandelt keine Erkrankung, es ersetzt keine ärztliche Diagnostik und keine verordnete Behandlung. Wer Beschwerden hat, gehört zuerst zum Arzt, und nicht in einen IHHT-Sessel.

Die Datenlage ist überschaubar. Zu Intervall-Hypoxie-Verfahren liegen Untersuchungen vor, überwiegend aus kleinen Studien mit wenigen Teilnehmenden, oft ohne verblindete Kontrollgruppe und mit unterschiedlichen Protokollen, verschiedene Sauerstoffkonzentrationen, Intervalllängen und Serienumfänge lassen sich schlecht miteinander vergleichen. Für einzelne Messgrößen sind Effekte beschrieben; ein belastbarer, übertragbarer Wirksamkeitsnachweis im Sinne der evidenzbasierten Medizin liegt für die Anwendungen, um die es hier geht, nicht vor. Das ist der ehrliche Stand, und er widerspricht dem, was Sie in mancher Werbung zu IHHT lesen.

Was wir deshalb nicht tun: Wirkungen versprechen, Krankheitsbilder als Anwendungsgebiete nennen oder Erfolgsquoten in Aussicht stellen. Was wir tun: den Ablauf sauber durchführen, Ihre Werte dokumentieren, den Verlauf mit Ihnen besprechen und die Serie beenden, wenn sie für Sie nichts bringt.

Wann IHHT sinnvoll sein kann, und wann nicht

  • Als ergänzender Reiz im sportlichen Aufbau, in Phasen, in denen bewusst wenig belastet wird, etwa in einer Regenerationswoche.
  • Wenn Sie als Sportlerin oder Sportler ein Verfahren ausprobieren möchten, das ohne zusätzliche Trainingsbelastung auskommt und sich in einen bestehenden Plan einfügen lässt.
  • Wenn Sie sich anhaltend wenig belastbar erleben, die ärztliche Abklärung erfolgt ist und keine behandlungsbedürftige Ursache gefunden wurde, dann kann IHHT einer von mehreren Bausteinen sein, an dem Sie etwas ausprobieren.
  • Als Teil einer Longevity-Standortbestimmung, neben Mikronährstoffstatus, Ernährung, Schlaf und Bewegung.
  • Wenn Sie eine Reise oder einen Aufenthalt in größerer Höhe vor sich haben und sich mit dem Thema Höhenanpassung beschäftigen möchten.

Und wann eher nicht: bei akuten oder unklaren Beschwerden, bei Luftnot, Brustschmerz, Herzrasen, ungewolltem Gewichtsverlust oder anhaltender Erschöpfung ohne ärztliche Abklärung. Das gehört untersucht. Erschöpfung hat häufig Ursachen, die man findet, wenn man sie sucht, Schilddrüse, Blutbild, Eisen, Schlafapnoe, Medikamentenwirkungen, seelische Belastung. Ein Sauerstoffreiz beantwortet diese Fragen nicht. Auch nicht sinnvoll: IHHT als Ersatz für Bewegung. Wer sich nicht bewegt, holt das im Sessel nicht auf.

So läuft eine Serie ab

  1. 1

    Erstgespräch

    Wir klären Ihre Ausgangslage, gehen die Kontraindikationen durch, sehen uns Ihre Medikation an und besprechen, was Sie sich vorstellen. Passt IHHT nicht, sagen wir das, und Sie zahlen nichts.

  2. 2

    Erste Sitzung mit Verträglichkeitsprüfung

    Wir beginnen zurückhaltend und beobachten, wie Sie auf den Reiz reagieren. Daraus ergibt sich Ihr Profil für die weiteren Termine.

  3. 3

    Die Sitzung selbst

    Sie sitzen 20 bis 40 Minuten mit Maske, Pulsoximeter am Finger. Die Phasen wechseln automatisch, wir sind währenddessen ansprechbar. Danach können Sie direkt weiter in Ihren Tag, Auto fahren eingeschlossen.

  4. 4

    Serie über mehrere Wochen

    Üblich ist eine Serie mehrerer Sitzungen über mehrere Wochen. Einzelne Sitzungen sind möglich, ergeben aber wenig Sinn: Der Ansatz beruht auf Wiederholung.

  5. 5

    Verlaufskontrolle

    Sättigungs- und Pulswerte werden je Sitzung protokolliert, dazu Ihre eigene Einschätzung zu Schlaf, Belastbarkeit und Training. Im Verlauf der Serie ziehen wir gemeinsam Zwischenbilanz.

  6. 6

    Abschluss

    Wir besprechen, was der Verlauf zeigt, ob eine Fortsetzung sinnvoll erscheint und in welchem Abstand.

Was nach der Serie passiert

Am Ende steht ein Protokoll: wie sich Ihre Sauerstoffsättigung über die Serie verhalten hat, wie Ihr Puls reagiert hat, was Sie selbst bemerkt haben. Das ist keine Befundmappe, sondern eine Verlaufsdokumentation, und die einzige belastbare Grundlage, um zu entscheiden, ob Sie das weiterführen wollen.

Bei den meisten Menschen liegt der größere Hebel woanders: in der Nährstoffversorgung, im Schlaf, in der Trainingssteuerung, in der Ernährung. Deshalb steht IHHT bei uns nie allein. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre Versorgungslage aussieht, ist die Mikronährstoffanalyse der nächste sinnvolle Schritt; bei Fragen zu Belastung und Erholung im Sport die Ernährungsplanung.

Ob eine weitere Serie folgt und wann, entscheiden Sie nach dem Abschlussgespräch. Ein festes Intervall gibt es dafür nicht, die verfügbaren Daten lassen keine seriöse Empfehlung zu, und wir erfinden keine.

Theresia Weigel, Apothekerin

Wer Sie berät

Theresia Weigel

Apothekerin und Inhaberin der Theresia Apotheke in Geltow. Sie führt die Apotheke seit über zehn Jahren und hat sich auf die Verbindung von Schulmedizin, funktioneller Medizin und Ayurveda spezialisiert. Zu ihren Schwerpunkten gehören Darmgesundheit und Mikrobiom, Mikronährstoffe, Aromatherapie und Ayurveda sowie die Betreuung von Leistungssportlern, darunter Olympiateilnehmer. Ihre Beratung stützt sich auf langjährige praktische Erfahrung.

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Häufige Fragen

Was kostet IHHT?

IHHT ist eine Selbstzahlerleistung, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Die Preise für Einzelsitzung und Serie inklusive Erstgespräch und Abschlussbesprechung nennen wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

Wie lange dauert eine Sitzung?

Eine Sitzung dauert 20 bis 40 Minuten, dazu kommen wenige Minuten für Vorbereitung und Nachruhe. Für den ersten Termin planen Sie mehr Zeit ein, weil Erstgespräch und Verträglichkeitsprüfung dazugehören.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Sinnvoll ist eine Serie, keine einzelne Sitzung. Üblich ist eine Serie mehrerer Termine über mehrere Wochen. Im Verlauf der Serie sehen wir, ob eine Fortsetzung für Sie Sinn hat.

Was sagen IHHT-Erfahrungen aus?

Erfahrungsberichte sind kein Wirksamkeitsnachweis. Menschen berichten Unterschiedliches, und ein Teil davon lässt sich mit Erwartung, Ruhephase und paralleler Lebensstiländerung erklären. Wir dokumentieren deshalb Ihren eigenen Verlauf, statt uns auf fremde Berichte zu berufen.

Ist IHHT gefährlich?

Bei geeigneten Personen und korrekt eingestelltem Gerät ist die Anwendung gut verträglich; möglich sind Schwindel, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Entscheidend ist das Screening vorab: Bei den genannten Kontraindikationen wird nicht behandelt, bei Vorerkrankungen nur nach ärztlicher Rücksprache.

Ersetzt IHHT das Ausdauertraining?

Nein. IHHT findet ohne körperliche Belastung statt und ersetzt weder Ausdauer- noch Krafttraining. Es kann ein zusätzlicher Reiz sein, kein Ersatz für Bewegung.

Ist IHHT dasselbe wie Höhentraining im Sport?

Nein. Sportliches Höhentraining bedeutet Training oder Aufenthalt in echter Höhe über Tage bis Wochen. IHHT arbeitet mit kurzen Sauerstoffintervallen im Sitzen. Die Reizform ist verwandt, die Anwendung nicht vergleichbar.

Wo kann ich IHHT in der Nähe von Berlin oder Potsdam machen?

Bei uns in Geltow, Hauffstraße 87 b, rund fünfzehn Autominuten aus Potsdam, gut erreichbar aus dem Berliner Südwesten über die A115, mit kostenfreien Parkplätzen direkt an der Apotheke. Termine nach Vereinbarung unter 03327 66 99 111.

Sie möchten IHHT ausprobieren?

Vereinbaren Sie ein Erstgespräch. Wir gehen die Kontraindikationen durch, klären Ihre Ausgangslage und sagen Ihnen offen, ob eine Serie für Sie sinnvoll ist.

Theresia Apotheke, Hauffstraße 87 b, 14548 Schwielowsee OT Geltow
Mo–Fr 9:00–18:00 (Mi bis 16:30), Sa 9:00–13:00

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