
Kosmetik & Haut
Hautpflege bei Neurodermitis, Akne und Rosacea
Basispflege ist die tägliche Pflege der Haut bei Neurodermitis, Akne oder Rosacea, begleitend zur ärztlichen Therapie und außerhalb der akuten Phasen. Sie behandelt keine Erkrankung. Ihre Aufgabe ist es, die Hautbarriere zu unterstützen, Reinigung verträglich zu gestalten und Reizfaktoren zu vermeiden.
Auf einen Blick
- Was passiert
- Beratung zu Basispflege, Reinigung, Grundlagenwahl und Reizfaktoren
- Aufwand für Sie
- 20 bis 40 Minuten; verordnete und benutzte Produkte mitbringen
- Ergebnis
- Schriftlicher Pflegeplan, abgestimmt auf die ärztliche Therapie
- Wichtig
- Ergänzend zur ärztlichen Behandlung, kein Ersatz
- Beratung durch
- Theresia Weigel, Apothekerin
Neurodermitis: begleitende Basispflege
Die atopische Dermatitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit schubförmigem Verlauf. Kennzeichnend sind eine gestörte Hautbarriere, erhöhter Wasserverlust und eine veränderte Reizschwelle. Die Therapie gehört in die Haut- oder Kinderarztpraxis.
Was Basispflege begleitend leistet:
- Rückfettung Fettreiche Zubereitungen mindern den Wasserverlust; die Grundlage richtet sich nach Körperregion, Jahreszeit und Hautzustand.
- Barrierepflege Urea oder Glycerin gehören in der Konzentration abgestimmt, bei Kindern anders als bei Erwachsenen.
- Reinigung Kurz, lauwarm, rückfettend statt schäumend; Eincremen direkt danach.
- Reizfaktoren Wolle auf der Haut, Duftstoffe, Schwitzen, Heizungsluft, nächtliches Kratzen.
Wir beraten zur Grundlagenwahl neben der Therapie und stellen verordnete Rezepturen selbst her, etwa ohne Duft- oder Konservierungsstoffe. Bei anhaltenden Schüben, nässenden Stellen, Schlafstörungen durch Juckreiz und bei Säuglingen gehört die Beurteilung in die Arztpraxis.
Akne: Pflege neben der ärztlichen Therapie
Akne entsteht im Talgdrüsenapparat: verstärkte Talgproduktion, Verhornungsstörung im Follikel, Besiedlung mit Cutibacterium acnes, entzündliche Reaktion. Hormonelle Umstellungen, Medikamente und mechanische Reizung spielen hinein. Wirkstoffe wie Retinoide, Benzoylperoxid, Antibiotika oder Isotretinoin verordnet die Arztpraxis.
Begleitend gilt für die Pflege:
- Reinigung zweimal täglich, mild und ohne Scheuern. Häufigeres Waschen verschlechtert die Lage.
- Grundlage leicht, wasserreich, nicht komedogen. Auch fettende Haut braucht Feuchtigkeit, unter Therapie oft besonders.
- Nicht manipulieren Ausdrücken erhöht das Risiko bleibender Veränderungen.
- Sonnenschutz leicht, besonders unter Retinoid- oder Antibiotikatherapie.
Wir beraten zur Reinigung, zur Grundlage neben der Verordnung und zur Trockenheit unter der Therapie. Bei Akne mit Narbenbildung, bei knotigen Formen und bei Akne, die über Wochen nicht auf frei verkäufliche Pflege anspricht, ist die dermatologische Abklärung ausdrücklich angezeigt.
Rosacea: reizarme Pflege
Rosacea ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesichtshaut mit Rötung, sichtbaren Gefäßen, Papeln und Pusteln, oft mit Brennen. Die Auslöser sind individuell, die Therapie wird ärztlich festgelegt.
Für die begleitende Pflege heißt das:
- So wenig wie möglich Kurze Routinen, wenige Inhaltsstoffe, keine Wirkstoffkombinationen. Rosacea-Haut reagiert oft auf Produkte, die andere Haut gut verträgt.
- Reinigung lauwarm, ohne entfettende Tenside, ohne Reibung.
- Grundlage leicht und reizarm; ohne Duftstoffe, Menthol, Alkohol, ohne Fruchtsäuren oder Retinoide, solange die Haut gereizt ist.
- Trigger notieren Hitze, Sonne, scharfes Essen, Alkohol, Stress, Temperaturwechsel, ein Notizbuch über zwei bis vier Wochen bringt mehr als Listen aus dem Internet.
- Sonnenschutz täglich; UV gehört zu den häufigsten Triggern.
Wir beraten zur Auswahl reizarmer Produkte und stellen bei Verordnung Rezepturen ohne die Stoffe her, die Sie nicht vertragen. Bei brennenden oder trockenen Augen, Fremdkörpergefühl, Lidrandentzündung oder Sehstörungen ist eine Augenbeteiligung möglich, das gehört augenärztlich und dermatologisch untersucht, ebenso eine Hautverdickung an Nase oder Stirn.
Grenzen und Einordnung
Neurodermitis, Akne und Rosacea sind Erkrankungen; die Behandlung erfolgt ärztlich. Wir bieten Beratung zur begleitenden Basispflege und verordnete Rezepturen, kein Behandlungsangebot.
Deshalb steht hier nichts darüber, was Pflege an einem Krankheitsverlauf ändert. Sie kann die Hautbarriere unterstützen und Reizfaktoren verringern; über Schübe oder Abheilung sagt das nichts aus. An einer verordneten Basispflege ändern wir nichts ohne Rücksprache.
Sofort ärztlich abklären lassen: nässende oder eitrige Hautstellen, Fieber mit Hautverschlechterung, rasch fortschreitende Rötung, Augenbeschwerden bei Rosacea, Akne mit Narbenbildung, schwere Neurodermitis-Schübe und jede neue oder wachsende Hautveränderung.
Wann eine Pflegeberatung sinnvoll ist, und wann nicht
- Wenn eine Diagnose vorliegt und die Frage lautet, welche Basispflege dazu passt.
- Wenn die Therapie die Haut austrocknet und die Pflege angepasst werden muss.
- Wenn Sie viele Produkte ausprobiert haben und wissen möchten, was zu meiden ist.
- Wenn ein Hilfsstoff wegfallen muss und eine Rezeptur infrage kommt.
- Wenn sich die Haut jahreszeitlich ändert und die Grundlage nicht mehr passt.
Und wann eher nicht: bei akutem Schub, nässender oder infizierter Haut, starken Schmerzen oder Augenbeschwerden. Ohne gesicherte Diagnose gilt: zuerst die Untersuchung, dann die Pflege.
So läuft die Beratung ab
- 1
Termin vereinbaren
20 bis 40 Minuten.
- 2
Verordnung und Produkte mitbringen
Wir richten die Pflege an der Therapie aus, nicht daneben.
- 3
Grundlage und Reinigung festlegen
Textur nach Hautzustand und Körperregion.
- 4
Reizfaktoren durchgehen
Was im Alltag vorkommt und sich ändern lässt.
- 5
Pflegeplan schriftlich
Reihenfolge und Abstand zur Therapie, mitnehmen zum nächsten Arzttermin.
Was danach passiert
Basispflege ist eine Daueraufgabe, keine Kur. Sinnvoll ist, sie zweimal im Jahr zu überprüfen, im Herbst und im Frühjahr, wenn Heizungsluft oder Sonne die Lage ändern. Ändert sich die Therapie, passen wir die Pflege an.
Für eine genauere Bestandsaufnahme gibt es die Hautanalyse, für Pflege mit kurzen Inhaltsstofflisten unsere Hausmarke Theju.

Wer Sie berät
Theresia Weigel
Apothekerin und Inhaberin der Theresia Apotheke in Geltow. Sie führt die Apotheke seit über zehn Jahren und hat sich auf die Verbindung von Schulmedizin, funktioneller Medizin und Ayurveda spezialisiert. Zu ihren Schwerpunkten gehören Darmgesundheit und Mikrobiom, Mikronährstoffe, Aromatherapie und Ayurveda sowie die Betreuung von Leistungssportlern, darunter Olympiateilnehmer. Ihre Beratung stützt sich auf langjährige praktische Erfahrung.
Beratungstermin vereinbarenHäufige Fragen
Was kostet die Beratung?
Die Kosten nennen wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch. Verordnete Rezepturen werden über das Rezept abgerechnet.
Ersetzt Basispflege die verordnete Therapie?
Nein, sie begleitet sie. Entzündungshemmende oder antibiotische Präparate wirken anders als Pflege; beides ist nicht austauschbar. Über Absetzen entscheidet die Arztpraxis.
Zahlt die Kasse Basispflege?
Pflegeprodukte sind in der Regel keine Kassenleistung, verordnete Rezepturen können erstattungsfähig sein. Was in Ihrem Fall gilt, klären wir gerne mit Ihnen.
Was trage ich zuerst auf, Medikament oder Pflege?
Das hängt vom Präparat ab; oft wird ein Abstand eingehalten, damit sich die Zubereitungen nicht mischen. Wir halten die Reihenfolge schriftlich fest.
Wann muss ich zum Hautarzt?
Bei nässenden oder infizierten Stellen, Fieber mit Hautverschlechterung, Akne mit Narbenbildung, schweren Neurodermitis-Schüben, Augenbeschwerden bei Rosacea und bei jeder neuen oder wachsenden Hautveränderung.
Wo werde ich bei Potsdam dazu beraten?
Bei uns in Geltow, Hauffstraße 87 b, etwa fünfzehn Autominuten aus Potsdam, zehn aus Werder, mit kostenfreien Parkplätzen. Termine unter 03327 66 99 111.
Sie haben eine Diagnose und suchen die passende Basispflege?
Bringen Sie Verordnung und Produkte mit, und wir sagen, wenn etwas zuerst in die Arztpraxis gehört.
Theresia Apotheke, Hauffstraße 87 b, 14548 Schwielowsee OT Geltow
Mo–Fr 9:00–18:00 (Mi bis 16:30), Sa 9:00–13:00
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