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Theresia Apotheke
Nahrungsmittelunverträglichkeiten in der Theresia Apotheke Geltow

Darm, Mikrobiom & Stoffwechsel

Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Laktose, Fructose, Histamin einordnen

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ist eine Reaktion auf einen Nahrungsbestandteil, an der das Immunsystem nicht beteiligt ist, meist weil ein Enzym fehlt oder ein Transportweg im Darm überlastet ist. Sie unterscheidet sich damit grundlegend von einer Nahrungsmittelallergie. Die Beschwerden ähneln sich, der Nachweis läuft völlig anders.

Auf einen Blick

Was passiert
Beratungsgespräch mit Beschwerde- und Ernährungsanamnese, Einordnung vorhandener Befunde, Anleitung zu Auslass- und Wiedereinführungsphasen, gegebenenfalls Verweis an die ärztliche Praxis
Aufwand für Sie
Ein Termin von 20 bis 40 Minuten; hilfreich: ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch über etwa zwei Wochen
Mitzubringen
Vorhandene Arztbefunde, Atemtest-Ergebnisse, Medikamenten- und Präparateliste
Ergebnis
Schriftlicher Plan: welcher Verdacht wie überprüft wird, welche Schritte in welcher Reihenfolge, was ärztlich abzuklären ist
Testangebot in der Apotheke
IgG-Bluttest auf bis zu 285 Lebensmittel.
Kosten
IgG-Bluttest 199 €; die Kosten für Beratung und weitere Tests nennen wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch. Ärztliche Atemtests laufen über die Praxis und sind dort meist Kassenleistung.
Beratung durch
Theresia Weigel, Apothekerin

Unverträglichkeit oder Allergie? Der Unterschied ist entscheidend

Beide führen zu Beschwerden nach dem Essen, gehören aber in unterschiedliche Kategorien, wer sie verwechselt, testet das Falsche.

  • Mechanismus Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranz): Enzymmangel oder überlasteter Transportweg, keine Immunreaktion | Nahrungsmittelallergie: Immunreaktion, in der Regel über IgE-Antikörper
  • Dosis Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranz): Kleine Mengen werden meist vertragen, die Menge entscheidet | Nahrungsmittelallergie: Schon Spuren können reichen
  • Zeitlicher Verlauf Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranz): Beschwerden meist Minuten bis Stunden später, überwiegend im Verdauungstrakt | Nahrungsmittelallergie: Oft innerhalb von Minuten, auch Haut, Atemwege, Kreislauf
  • Gefährlichkeit Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranz): Unangenehm, aber nicht lebensbedrohlich | Nahrungsmittelallergie: Bis zur anaphylaktischen Reaktion möglich
  • Nachweis Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranz): Atemtest, Auslassversuch mit Wiedereinführung, teils Gentest | Nahrungsmittelallergie: IgE-Bestimmung, Hauttest, ärztliche Provokation
  • Zuständig Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranz): Beratung möglich, Atemtests ärztlich | Nahrungsmittelallergie: Immer ärztlich, allergologische Praxis

Ein dritter Fall wird häufig mit hineingeworfen: die Zöliakie. Sie ist keine Unverträglichkeit im obigen Sinn, sondern eine Autoimmunerkrankung mit definierter Diagnostik, Antikörperbestimmung und Dünndarmbiopsie. Eine glutenfreie Ernährung darf vor der Abklärung nicht begonnen werden, sonst wird das Ergebnis unbrauchbar. Bei Verdacht auf Zöliakie ist der erste Schritt der Arzttermin, nicht der Verzicht.

Die drei häufigsten Intoleranzen, und wie sie geprüft werden

Laktoseintoleranz. Es fehlt Laktase in der Dünndarmschleimhaut; unverdauter Milchzucker gelangt in den Dickdarm und wird dort bakteriell vergoren. Typisch sind Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall nach Milchprodukten. Als Nachweis gilt der H2-Atemtest nach Laktosegabe, durchgeführt in der ärztlichen Praxis. Ein Gentest zeigt lediglich, ob die Anlage zur Laktase-Persistenz vorliegt, nicht, wie viel Laktose Sie aktuell vertragen. Ein Teil der Bevölkerung baut die Laktase-Aktivität im Erwachsenenalter ohnehin ab; das ist keine Krankheit.

Fructoseintoleranz (Fructosemalabsorption). Der Transporter GLUT-5 im Dünndarm ist überlastet, Fruchtzucker gelangt in den Dickdarm. Nachweis ebenfalls über den ärztlichen H2-Atemtest. Nicht zu verwechseln mit der seltenen hereditären Fructoseintoleranz, einer angeborenen Stoffwechselerkrankung mit eigener Diagnostik und strikt ärztlicher Behandlung.

Histaminintoleranz. Das Konzept beschreibt Beschwerden nach histaminreichen Lebensmitteln, gereifter Käse, Rotwein, Salami, Sauerkraut, Tomaten, bei angenommenem Missverhältnis zwischen Histaminzufuhr und Abbaukapazität. Ein zuverlässiger Labortest existiert nicht; weder die Diaminoxidase im Blut noch Histaminwerte in Blut oder Stuhl sind als Nachweis belegt. Der Weg führt über Beschwerdetagebuch, befristete histaminarme Phase, kontrollierte Wiedereinführung und den Ausschluss anderer Ursachen. Genau dabei begleiten wir Sie.

Häufig steckt hinter den Beschwerden keine einzelne Intoleranz, sondern ein Reizdarmsyndrom, eine Dünndarmfehlbesiedlung oder eine sehr unregelmäßige Ernährung. Deshalb steht am Anfang die Anamnese, nicht der Test.

Grenzen und Einordnung

Den IgG-Test auf Lebensmittel bieten wir an, und ordnen ihn ehrlich ein. Dieser Bluttest misst IgG-Antikörper gegen bis zu 285 Lebensmittel; das Ergebnis liegt nach etwa einer Woche vor und kostet 199 Euro. Zur Einordnung gehört: Die allergologischen Fachgesellschaften, darunter die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie und die europäische EAACI, sehen IgG-Tests nicht als Diagnoseverfahren für Nahrungsmittelunverträglichkeiten. IgG-Antikörper finden sich auch bei beschwerdefreien Menschen und gelten als normale Folge des Kontakts mit Nahrung. Wir setzen den Test deshalb nicht als Diagnose ein, sondern als strukturierten Ausgangspunkt für eine zeitlich begrenzte Auslassdiät: gezielt weglassen, beobachten, wieder einführen, statt auf Verdacht dauerhaft ganze Lebensmittelgruppen zu streichen.

Weiter gilt:

  • Atemtests sind ärztliche Leistungen. Der H2-Atemtest auf Laktose oder Fructose wird in der hausärztlichen oder gastroenterologischen Praxis durchgeführt und bewertet. Wir bereiten Sie darauf vor und ordnen das Ergebnis ein, ersetzen die Untersuchung aber nicht.
  • Ein Gentest zeigt eine Anlage, keine Verträglichkeitsmenge. Er macht den funktionellen Test nicht überflüssig.
  • Für die Histaminintoleranz fehlt ein validierter Labornachweis. Das Konzept ist beschrieben und praktisch nützlich, in seiner Abgrenzung aber wissenschaftlich nicht geklärt. Wir arbeiten damit als Arbeitshypothese, nicht als Diagnose.
  • Beratung ist keine Diagnose. Wir stellen keine Diagnosen und behandeln keine Erkrankungen. Was wir liefern, ist Einordnung, Struktur und ein konkretes Vorgehen.
  • Verzicht hat einen Preis. Jede Auslassdiät verengt die Lebensmittelauswahl und damit die Nährstoff- und Ballaststoffvielfalt. Deshalb ist jede Karenzphase befristet und endet mit einer Wiedereinführung.

Wann eine Beratung sinnvoll sein kann, und wann nicht

  • Bei reproduzierbaren Beschwerden nach bestimmten Lebensmitteln, wenn Sie den Verdacht systematisch prüfen wollen.
  • Nach einem ärztlichen Atemtest, wenn unklar ist, was aus dem Ergebnis für den Alltag folgt.
  • Wenn Sie schon vieles weggelassen haben und die Liste immer länger, das Befinden aber nicht besser wird.
  • Bei einem IgG-Befund – ob bei uns erstellt oder mitgebracht, den Sie einordnen und in einen konkreten Plan überführen möchten.
  • Bei Verdacht auf Histaminintoleranz, für die strukturierte Karenz- und Wiedereinführungsphase.
  • Während einer Darmsanierung, wenn einzelne Lebensmittel regelmäßig Beschwerden machen.

Und wann eher nicht: bei Verdacht auf eine Allergie mit Hautreaktionen, Atemnot, Schwellungen im Mund- und Rachenraum oder Kreislaufsymptomen. Das gehört in die allergologische Praxis, bei akuten Symptomen dieser Art in die Notaufnahme. Ebenfalls zuerst ärztlich: Blut im Stuhl, anhaltende Schmerzen, ungewollter Gewichtsverlust, Verdacht auf Zöliakie und Beschwerden bei Kindern.

So läuft die Beratung ab

  1. 1

    Vorbereitung

    Sie führen etwa zwei Wochen ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch und bringen vorhandene Befunde mit. Das macht die Beratung überhaupt aussagekräftig.

  2. 2

    Anamnesegespräch

    20 bis 40 Minuten. Beschwerdemuster, Zeitpunkte, Mengen, Medikamente, Vorbefunde, und die Eingrenzung, welche Verdachtsdiagnosen plausibel sind.

  3. 3

    Weg festlegen

    Ärztlicher Atemtest oder strukturierter Auslassversuch. Bei Hinweisen auf Allergie oder Zöliakie: Verweis an die Praxis, mit schriftlicher Notiz für den Termin.

  4. 4

    Karenzphase

    Befristet, mit konkreten Lebensmittellisten und Alternativen, damit die Ernährung nicht einseitig wird.

  5. 5

    Wiedereinführung

    Schrittweise, ein Lebensmittel zur Zeit, mit Protokoll. Ziel ist die persönliche Verträglichkeitsmenge, nicht die längste Verbotsliste.

  6. 6

    Abschlussgespräch

    Was bleibt dauerhaft, was war ein Fehlverdacht, welche Nährstoffe brauchen bei fortbestehendem Verzicht Beachtung.

Was danach passiert

Am Ende steht in den meisten Fällen keine lebenslange Verbotsliste, sondern eine Mengenangabe: wie viel von was Sie vertragen, und in welcher Kombination. Bei bestätigter Laktoseintoleranz gehören Laktase-Präparate zu den möglichen Hilfen für Ausnahmesituationen, dazu beraten wir, wenn es passt.

Bleibt bei dauerhaftem Verzicht auf ganze Lebensmittelgruppen die Frage nach der Nährstoffversorgung, ist die Mikronährstoffanalyse der logische Anschluss, bei Milchverzicht vor allem Calcium. Zeigt sich, dass die Beschwerden weniger an einzelnen Lebensmitteln als am Zustand der Darmflora hängen, führt der Weg über die Mikrobiom-Analyse zur Darmsanierung.

Theresia Weigel, Apothekerin

Wer Sie berät

Theresia Weigel

Apothekerin und Inhaberin der Theresia Apotheke in Geltow. Sie führt die Apotheke seit über zehn Jahren und hat sich auf die Verbindung von Schulmedizin, funktioneller Medizin und Ayurveda spezialisiert. Zu ihren Schwerpunkten gehören Darmgesundheit und Mikrobiom, Mikronährstoffe, Aromatherapie und Ayurveda sowie die Betreuung von Leistungssportlern, darunter Olympiateilnehmer. Ihre Beratung stützt sich auf langjährige praktische Erfahrung.

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Häufige Fragen

Wie wird eine Laktoseintoleranz getestet?

Der Standard ist der H2-Atemtest: Sie trinken eine definierte Menge Laktose, danach wird über etwa zwei bis drei Stunden der Wasserstoffgehalt in der Ausatemluft gemessen. Der Test wird ärztlich durchgeführt und ist dort in der Regel Kassenleistung. Ein Gentest zeigt lediglich die genetische Anlage.

Was kostet die Beratung, und zahlt die Kasse?

Die Kosten für die Beratung mit schriftlichem Vorgehen nennen wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch; sie ist eine Selbstzahlerleistung. Der ärztliche Atemtest läuft über die Praxis und ist dort meist Kassenleistung.

Bieten Sie einen IgG-Test auf Lebensmittel an?

Ja. Der IgG-Bluttest umfasst bis zu 285 Lebensmittel, kostet 199 Euro und liefert nach etwa einer Woche ein Ergebnis. Wichtig: Die allergologischen Fachgesellschaften sehen IgG-Tests nicht als Diagnoseverfahren, da die Antikörper auch bei beschwerdefreien Menschen vorkommen. Wir nutzen den Test deshalb nicht als Diagnose, sondern als strukturierten Ausgangspunkt für eine begleitete, zeitlich begrenzte Auslassdiät, so lässt sich gezielt prüfen, statt wahllos zu verzichten.

Wie unterscheidet sich eine Unverträglichkeit von einer Allergie?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem, meist über IgE-Antikörper, und schon Spuren können eine Reaktion auslösen, bis hin zu Kreislaufsymptomen. Bei einer Unverträglichkeit fehlt ein Enzym oder ein Transportweg ist überlastet; die Menge entscheidet, und die Beschwerden bleiben meist auf den Verdauungstrakt begrenzt.

Kann man eine Histaminintoleranz im Labor nachweisen?

Nicht zuverlässig. Weder die DAO-Bestimmung im Blut noch Histaminwerte in Blut oder Stuhl sind als Nachweis ausreichend belegt. Der übliche Weg führt über Beschwerdetagebuch, befristete histaminarme Phase und kontrollierte Wiedereinführung, nachdem andere Ursachen ausgeschlossen sind.

Muss ich betroffene Lebensmittel für immer weglassen?

In der Regel nicht vollständig. Bei Laktose- und Fructoseintoleranz geht es um die individuelle Verträglichkeitsmenge, die sich nach der Karenzphase durch schrittweise Wiedereinführung bestimmen lässt. Anders bei Zöliakie und Allergien: dort gilt strikte Meidung nach ärztlicher Vorgabe.

Ersetzt die Beratung den Arztbesuch?

Nein. Wir stellen keine Diagnose. Atemtests, Allergiediagnostik und die Abklärung einer Zöliakie sind ärztliche Leistungen; bei abklärungsbedürftigen Beschwerden verweisen wir Sie dorthin.

Wo kann ich mich in der Nähe von Potsdam beraten lassen?

Bei uns in Geltow, Hauffstraße 87 b, rund fünfzehn Autominuten aus Potsdam, zehn aus Werder, kostenfreie Parkplätze direkt an der Apotheke. Termine unter 03327 66 99 111.

Sie vertragen etwas nicht, wissen aber nicht, was?

Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch. Wir sortieren gemeinsam, welcher Verdacht plausibel ist, wie er überprüft wird und was Sie sich sparen können.

Theresia Apotheke, Hauffstraße 87 b, 14548 Schwielowsee OT Geltow
Mo–Fr 9:00–18:00 (Mi bis 16:30), Sa 9:00–13:00

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