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Theresia Apotheke
Funktionelle Medizin in der Theresia Apotheke Geltow

Longevity & Funktionelle Medizin

Funktionelle Medizin: nach Zusammenhängen fragen statt nach Symptomen sortieren

Funktionelle Medizin ist ein Vorgehen, das nach Zusammenhängen und möglichen Ursachen von Beschwerden fragt, statt Symptome einzelnen Diagnosen zuzuordnen. Kern sind eine ausführliche Anamnese, Laborwerte über die Standardparameter hinaus und Zeit für die Auswertung. Der Begriff ist nicht geschützt und nicht einheitlich definiert; die Evidenz der einzelnen Bausteine ist unterschiedlich.

Auf einen Blick

Was passiert
Anamnesegespräch, Sichtung vorhandener Befunde, bei Bedarf gezielte Laboranalytik, schriftliche Einordnung
Aufwand für Sie
Ersttermin 20 bis 40 Minuten; bei Laborwegen ein zweiter Termin
Ergebnis
Geordnete Arbeitshypothese, nächste Schritte, wo nötig Empfehlung zur ärztlichen Abklärung
Terminbedarf
Nach Vereinbarung, telefonisch oder per E-Mail
Mitzubringen
Medikamentenliste, Nahrungsergänzungsmittel, Laborbefunde, Arztberichte
Beratung durch
Theresia Weigel, Apothekerin

Was mit funktioneller Medizin gemeint ist

Das übliche Vorgehen ist zuordnend: Beschwerden werden einer Diagnose zugewiesen, die Diagnose einer Therapie. Bei klar umschriebenen Erkrankungen funktioniert das ausgesprochen gut, deshalb ist die Schulmedizin die Grundlage jeder Behandlung. Schlechter funktioniert es bei Beschwerden, die sich keiner Diagnose fügen: Erschöpfung, Verdauungsprobleme ohne Befund, Schlafstörungen, wiederkehrende Infekte. Hier fragt funktionelle Medizin nicht „welche Krankheit ist das“, sondern „was hängt womit zusammen“.

  • Ausführliche Anamnese: Verlauf, Ernährung, Schlaf, Belastung, Medikation, frühere Antibiotikatherapien, der größte Teil des Termins.
  • Labor über die Standardparameter hinaus nicht mehr Werte, sondern andere Werte, dort wo die Frage sie erfordert.
  • Blick auf Funktion statt nur auf Grenzwerte. Ein Wert im unteren Normbereich ist kein Befund, kann im Zusammenhang aber ein Hinweis sein.
  • Zeit als Methode: ein Termin von 20 bis 40 Minuten und ein zweiter für die Ergebnisse.

Das überschneidet sich mit dem, was integrative Medizin, Komplementärmedizin oder personalisierte Medizin genannt wird. Die Begriffe werden nicht einheitlich verwendet; gemeint ist meist dasselbe, Schulmedizin als Basis, ergänzt um naturheilkundliche und ernährungsmedizinische Verfahren.

Wie das in dieser Apotheke praktisch aussieht

Die Theresia Apotheke arbeitet nach einem Ansatz, den wir Regulationspharmazie nennen. Der Begriff beschreibt keine eigene Therapieform, sondern eine Arbeitsweise: Arzneimittel, Mikronährstoffe, Ernährung und naturheilkundliche Verfahren werden nicht als getrennte Schubladen behandelt, sondern daraufhin geprüft, wie sie im konkreten Fall zusammenwirken, und wo sie sich in die Quere kommen.

Alles auf den Tisch. Medikation, Nahrungsergänzung und vorhandene Befunde sehen wir gemeinsam an. Oft löst sich ein Teil der Frage schon dabei: doppelte Wirkstoffe, Präparate ohne aktuelle Indikation, Nahrungsergänzung, die eine Arzneimitteltherapie beeinflusst.

Gezielt statt umfassend. Laborparameter schlagen wir nur vor, wo das Ergebnis eine Entscheidung verändert.

Pharmazeutische Grenzen einhalten. Wir ordnen ein und formulieren Hypothesen, schriftlich, damit Sie es in der Arztpraxis vorlegen können. Diagnose und Therapieentscheidung liegen dort.

Welche Laborbereiche typischerweise betrachtet werden

Welche Parameter sinnvoll sind, entscheidet die Frage, nicht ein Paket. Am häufigsten kommen vor:

  • Mikronährstoffstatus, vorzugsweise als Vollblutanalyse: Vitamin D, Vitamin B12 und Folat, Ferritin, Magnesium, Zink, Selen, siehe Mikronährstoffanalyse.
  • Stoffwechselgrundlagen: Blutzucker und HbA1c, Blutfette, Leber- und Nierenwerte, Entzündungsparameter.
  • Schilddrüsenwerte als Basisbild; auffällige Konstellationen gehören in die ärztliche Beurteilung.
  • Stress- und Nebennierenachse über das Cortisol-Tagesprofil im Speichel, wenn Erschöpfung und Schlafstörungen im Vordergrund stehen.
  • Darm und Mikrobiom über die Mikrobiom-Analyse und weitere Stuhlparameter.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten, meist über Atem- oder Bluttests, bei klarem Verdacht statt auf Vorrat.

Nicht im Angebot, weil als Diagnostikinstrument nicht belastbar: IgG-Antikörper-Testungen auf „Nahrungsmittelallergien“ und Bioresonanz-Verfahren.

Das Verhältnis zur Schulmedizin

Funktionelle Medizin ist ergänzend gedacht, nicht konkurrierend. Die ärztliche Diagnostik geht voran, und bei jedem Anzeichen für eine behandlungsbedürftige Erkrankung ist sie der erste Schritt, nicht der letzte.

Die Apotheke diagnostiziert und behandelt nicht. Das ist ärztliche Aufgabe und bleibt es. Wir beraten pharmazeutisch, ordnen Befunde ein, weisen auf Wechselwirkungen und Versorgungslücken hin und formulieren, was abzuklären wäre. Was daraus therapeutisch folgt, entscheiden Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Grenzen und Einordnung

„Funktionelle Medizin“ ist kein geschützter Begriff. Es gibt keine staatlich geregelte Ausbildung, keine verbindliche Definition und keine Fachgesellschaft, deren Standard alle Anbieter einhalten. Wer das Etikett verwendet, sagt damit nichts über seine Qualifikation aus, fragen Sie im Einzelfall nach, welche Ausbildung dahintersteht.

Die Evidenzlage der einzelnen Bausteine ist sehr unterschiedlich. Ernährungsmedizin, Bewegung, Schlaf und die Behandlung nachgewiesener Nährstoffmängel sind gut untersucht. Konzepte wie „Leaky Gut“, „Nebennierenschwäche“ oder Säure-Basen-Modelle sind dagegen Konstrukte der Erfahrungsheilkunde, für die ein Wirksamkeitsnachweis im Sinne der Evidenzbasierten Medizin nicht vorliegt oder umstritten ist. Wir verwenden solche Begriffe, weil Menschen mit ihnen zu uns kommen, und sagen dann, was der Stand der Daten ist.

Mehr Labor bedeutet nicht mehr Erkenntnis. Überdiagnostik ist ein reales Risiko: Bei zwanzig gleichzeitig bestimmten Parametern liegt statistisch fast immer einer außerhalb des Referenzbereichs, ohne dass das etwas bedeutet, mit Beunruhigung, Folgeuntersuchungen und manchmal einer Behandlung, die niemand gebraucht hätte. Deshalb klären wir vorher, welche Konsequenz ein Ergebnis hätte. Folgt keine, lassen wir den Wert weg.

Ein Laborbefund aus der Apotheke ist keine Diagnose, sondern eine Bestandsaufnahme.

Wann das Vorgehen sinnvoll ist, und wann nicht

  • Wenn ärztlich abgeklärt ist, dass keine behandlungsbedürftige Ursache vorliegt, die Beschwerden aber bleiben.
  • Bei mehreren Befunden aus verschiedenen Praxen, die noch nie jemand zusammen betrachtet hat.
  • Wenn Sie viele Präparate einnehmen und wissen wollen, was davon sinnvoll ist.
  • Bei Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden oder Schlafproblemen, um Nährstoffe, Darm und Stressachse geordnet anzusehen.
  • Vor einer Ernährungsumstellung, um mit einem Ausgangswert statt einer Vermutung zu beginnen.

Und wann eher nicht: bei akuten Beschwerden, Schmerzen, Fieber, ungewolltem Gewichtsverlust, Blut im Stuhl oder Luftnot, das gehört in die Arztpraxis oder Notaufnahme. Ebenso wenig passend, wenn Sie eine Diagnose oder Therapieentscheidung erwarten oder eine ärztlich verordnete Therapie ersetzen möchten.

So läuft die Beratung ab

  1. 1

    Terminvereinbarung

    unter 03327 66 99 111 oder per E-Mail; wir planen 20 bis 40 Minuten ein.

  2. 2

    Unterlagen mitbringen

    Medikamentenliste, Nahrungsergänzungsmittel, Laborbefunde, Arztberichte.

  3. 3

    Anamnesegespräch

    Am Ende steht eine geordnete Arbeitshypothese, oder die Feststellung, dass zuerst eine ärztliche Abklärung nötig ist.

  4. 4

    Laborschritt, wenn er eine Frage beantwortet

    Auswahl der Parameter, Probengewinnung in der Apotheke, Analyse über unser Partnerlabor, Befund in wenigen Werktagen.

  5. 5

    Auswertungsgespräch

    Was auffällt, was im Rahmen liegt, was daraus folgt, und was nicht.

  6. 6

    Schriftliche Zusammenfassung

    mit Befunden, Einordnung, Maßnahmen und Kontrollzeitpunkt, in einer Form für die Arztpraxis.

Was danach passiert

Sie gehen mit einer Liste konkreter Schritte und einer Übersicht, die den Zusammenhang zeigt. Was daraus folgt, ist meist unspektakulär: Ernährung, Schlaf, Bewegung, ein bis drei gezielte Präparate anstelle von zehn. Wo eine Kontrolle sinnvoll ist, planen wir sie nach etwa drei bis sechs Monaten mit denselben Parametern, nur der Vergleich zeigt, ob eine Veränderung greift.

Als Rahmen für Prävention führt der Weg weiter zur Longevity-Beratung, bei Fragen zur Medikation zur Medikationsanalyse.

Theresia Weigel, Apothekerin

Wer Sie berät

Theresia Weigel

Apothekerin und Inhaberin der Theresia Apotheke in Geltow. Sie führt die Apotheke seit über zehn Jahren und hat sich auf die Verbindung von Schulmedizin, funktioneller Medizin und Ayurveda spezialisiert. Zu ihren Schwerpunkten gehören Darmgesundheit und Mikrobiom, Mikronährstoffe, Aromatherapie und Ayurveda sowie die Betreuung von Leistungssportlern, darunter Olympiateilnehmer. Ihre Beratung stützt sich auf langjährige praktische Erfahrung.

Beratungstermin vereinbaren

Häufige Fragen

Was kostet die Beratung, und zahlt die Kasse?

Die Kosten für Gespräch und Laboranalysen nennen wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen weder Beratung noch Analysen, eine Selbstzahlerleistung.

Wie unterscheidet sich funktionelle Medizin von Komplementärmedizin und integrativer Medizin?

Kaum, denn keiner der Begriffe ist einheitlich definiert. „Integrative Medizin“ und „Komplementärmedizin“ betonen die Kombination von Schulmedizin und Naturheilkunde, „funktionelle Medizin“ das ursachenorientierte Vorgehen mit Labor.

Ist funktionelle Medizin wissenschaftlich anerkannt?

Der Begriff ist nicht geschützt und keine anerkannte Fachrichtung. Die Bausteine sind unterschiedlich gut belegt: Ernährungsmedizin und die Behandlung nachgewiesener Mängel gut, andere Konzepte deutlich schlechter oder nicht. Wir sagen im Gespräch, in welche Kategorie ein Baustein fällt.

Stellt die Apotheke eine Diagnose, und brauche ich eine Überweisung?

Nein und nein. Die Apotheke diagnostiziert und behandelt nicht, das bleibt ärztliche Aufgabe; wir beraten pharmazeutisch und geben eine schriftliche Zusammenfassung für die Arztpraxis mit. Bei abklärungsbedürftigen Beschwerden empfehlen wir den Arztbesuch vorher.

Ist mehr Labor besser?

Nein. Bei vielen gleichzeitig bestimmten Parametern liegt fast immer einer außerhalb des Referenzbereichs, ohne dass es etwas bedeutet, das erzeugt Beunruhigung und Folgeuntersuchungen. Deshalb messen wir gezielt.

Wo finde ich funktionelle Medizin in der Nähe von Potsdam?

Bei uns in Geltow, Hauffstraße 87 b, etwa fünfzehn Autominuten aus Potsdam, zehn aus Werder, mit kostenfreien Parkplätzen direkt an der Apotheke. Termine unter 03327 66 99 111.

Sie haben Befunde, die noch nie jemand zusammen angesehen hat?

Bringen Sie sie mit. Wir nehmen uns Zeit, sortieren, was zusammengehört, und sagen Ihnen, wo die Grenze unserer Zuständigkeit liegt.

Theresia Apotheke, Hauffstraße 87 b, 14548 Schwielowsee OT Geltow
Mo–Fr 9:00–18:00 (Mi bis 16:30), Sa 9:00–13:00

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